MammoCube

Im Auftrag der Kooperationsgemeinschaft Mammographie, die in Deutschland das Mammographie-Screening-Programm organisiert, entwickelten wir den MammoCube. Er soll Frauen auf spielerische Weise helfen, sich für oder gegen eine Teilnahme am Screening zu entscheiden. Gerade beim Thema Mammographie-Screening zeigt sich eine besondere Stärke des Decison Cube-Konzeptes: Während andere Informationsmaterialien die Aspekte von vornherein in „Nutzen“ und „Schaden“ einteilen, bleibt im MammoCube selbst diese Zuordnung der einzelnen Frau überlassen. Sie alleine bewertet die acht Aspekte, die der Würfel ihr präsentiert, vollständig aus ihrer subjektiven Haltung heraus. Die insgesamt elf Abstufungen, die für jede der acht Bewertungen zur Verfügung stehen, ergeben insgesamt rund 200 Millionen Kombinationsmöglichkeiten – und lassen dabei viel Spielraum für ganz individuelle Gewichtungen.

Der Mammocube wird zur Zeit überarbeitet.

Pretest

Vor dem Start des MammoCubes wurde die Markforschungsagentur aserto GmbH & Co. KG (www.aserto.de) mit einem Pretest beauftragt. Er sollte in der relevanten Zielgruppe Erkenntnisse über den Informationsnutzen, die Verständlichkeit und Bedienbarkeit und über Optimierungsmöglichkeiten liefern. Aserto führte eine Online-Befragung inklusive Live-Test mit 500 Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren durch.
Ergebnis: Auf die Frage „Einmal ganz allgemein gefragt: Wie gefällt Ihnen der MamoCube?“ antworten 29% der Befragten „sehr gut“, 35 % „gut“ und nur 3% „überhaupt nicht gut“. Es konnte keine Manipulation der Teilnehmerinnen festgestellt werden. Der MammoCube wird besonders positiv bewertet von Frauen, die sich Informationen zum Thema wünschen, eine positive Grundeinstellung zum Screening haben, sich bereits mit dem Thema auskennen, oder Teilnehmerinnen am Screening sind oder waren. Kritikerinnen des Mammographie-Screenings bewerten den MammoCube grundsätzlich negativer. Nach dem Pretest wurde der MammoCube technisch und inhaltlich etwas weiter entwickelt.